SPD Neujahrsempfang - klare Kante gegen Pegida&Co

Ortsverein

SPD Jubilare

Die Groß-Gerauer Sozialdemokraten begrüßten und ehrten auf ihrem Neujahrsempfang im Januar 2015 über 30 Mitglieder, die bereits 25, 30, 40 sowie 50 Jahre der traditionsreichsten politischen Partei Deutschlands angehören. Der Wallerstädter Helmut Grießer berichtete gar aus seinem nun 60 Jahre währenden Engagement für die Sozialdemokratie.

Auch Ralf Stegner, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, dankte im Wallerstädter Dorfzentrum den Jubilaren für jahrzehntelanges politisches Wirken. Stegner: "Demokratie lebt von Engagement. Und Kommunalpolitik ist keine Unterabteilung, sondern die Basis jeder Politik."

Sowohl Stegner wie auch Landrat Thomas Will kritisierten die ausländer- und flüchtlingsfeindlichen Pegida-Proteste dieser Tage. Deutschland sei sehr wohl ein Land, dass in der Lage und Willens sei, Flüchtlinge und Vertriebene vernünftig aufzunehmen. Landrat Will sagte, dass die Flüchtlingszahlen weit unterhalb der verbreiteten Behauptungen lägen. Auf eine 10.000 Einwohner-Stadt des Kreises Groß-Gerau käme im Schnitt die Aufnahme eines Flüchtlings pro Woche oder einer Familie im Monat. Die Flüchtlingsdebatte sei nichts anderes als eine politische Scheindebatte.

Hein-Peter Friedrich, Vorsitzender der SPD Groß-Gerau, gedachte zu Beginn des Neujahrsempfangs den wenige Tage zuvor ermordeten Journalisten und Zeichnern des französischen Satiremagazins Charlie Hebo: "Religiöse Fanatiker und rechte Spinner rotten sich gegen Recht und Freiheit zusammen." Die Gesellschaft müsse Terror, Rassismus und Intoleranz klar entgegentreten. Dazu bedürfe es einer starken Demokratie, starken demokratischen Parteien und starken, selbstbewussten Bürgern, die sich einbringen in ihre Nachbarschaft, Vereine, kommunale Institutionen und offene Parteien wie die SPD.

Zur Online-Berichterstattung des Darmstädter Echos über den Neujahrsempfang der SPD Groß-Gerau: http://goo.gl/26b62p