Europa-Brunch mit Hildegard Klär im Kulturcafé

Europa

Für ein starkes, einheitliches und demokratisches Europa trat die stellvertretende Europa-Unions-Vorsitzende und ehemalige Landtagsabgeordnete Hildegard Klär auf einer Informationsveranstaltung des SPD-Ortsbezirks Groß-Gerau ein. In einer kurzweiligen Stunde diskutierte sie mit den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sowie interessierten Bürgern im gut gefüllten Kultur-Café Groß-Gerau über die Bedeutung der bevorstehenden Europawahl für Frieden, Freiheit und soziale Gerechtigkeit in unserem Land. .

Der Einladung des SPD-Ortsverein Groß-Gerau zu einem Europa-Brunch am Sonntag, dem 28. April 2019 waren gut 50 Interessierte gefolgt, die von der SPD-Vorsitzenden Ute Wiegand-Fleischhacker herzlich willkommen geheißen wurden. Ute Wiegand-Fleischhacker beglückwünschte Hildegard Klär zu ihrer Kandidatur für das neue europäische Parlament. Bei dem leckeren Brunch war es leicht, dem kurzweiligen und lebendigen Vortrag der Kandidatin zu folgen.

„Europa ist die Antwort auf viele Herausforderungen, die ein Nationalstaat alleine nicht bewältigen kann.“, sagte sie.  „Es gibt zahlreiche Projekte in Deutschland, die durch Gelder der EU finanziert werden“, machte Hildegard Klär die bisherige Europapolitik lebendig. Ob das in der Agrarpolitik oder bei Klein- und Kleinstunternehmen sei, es passiere viel in Deutschland, aber leider werde das viel zu wenig wahrgenommen und gewürdigt. Während man in Irland oder Portugal große Europafahnen hängen sehe, die auf erfolgreiche EU-Projekte hinwiesen, reduziere man bei uns die Europapolitik auf bürokratische Vorschriften. „Das müssen wir ändern. Wir müssen Gutes tun und darüber reden. Wir müssen zeigen, warum es sich lohnt für ein einheitliches und starkes Europa einzutreten“.  Für mehr und wirksamen Klimaschutz, für den Erhalt des sozialen Friedens, für eine Sozialpolitik, die die Schere zwischen arm und reich kleiner mache und nicht größer. Für Freiheit und Demokratie als „unsere“ Antwort auf die vielen Herausforderungen, die Deutschland nur im Verbund mit allen Demokraten Europas anpacken könne. „Kleinstaaterei und nationale Egoismen sind keine Antwort auf das Europa der Zukunft, so wie wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten uns das vorstellen“, sagte die Referentin.

Auf die Frage, was uns Europa denn konkret gebracht habe, gab sie Beispiele, von denen wir alle profitierten:

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  1. In der Telefonie hat die Europäische Union einheitliche Roaminggebühren durchgesetzt, von denen jeder einzelne profitiert.
  2. In Sachen Verbraucherschutz hat die EU darauf gedrungen, dass die Hersteller-Garantie auf zwei Jahre erweitert wurden; vorher waren es nur 6 Monate!
  3. Im Online-Handel kann heute jeder von einer 14-tägigen Rücktrittsklausel Gebrauch machen; das gab es vorher nicht.
  4. Bei verspäteten Flügen kann jetzt die Rückerstattung von Flugkosten eingefordert werden, auch neu!
  5. Der Euro ist 2019 nun 20 Jahre alt geworden und kann als die zweitwichtigste Währung der Welt auf eine gute Erfolgsgeschichte bauen.

Auch Landrat Thomas Will sprach davon, dass Europa ein soziales Gesicht brauche und die Egoismen einzelner Nationalstaaten durch Solidarität ersetzt werden müssten. Die Menschen, die den Traum von Europa wiederbeleben, die sich für eine starke EU einsetzen, müssten gestärkt werden. Deshalb: „Gehen Sie wählen und wählen Sie eine demokratische Partei – am besten die SPD!“, sagte der Sozialdemokrat Thomas Will.

Wählen kann übrigens jedes Mitglied in einem EU-Staat. Man muss sich nur ins Wahlregister eintragen lassen und schon kann jeder EU-Bürger und jede EU-Bürgerin auch in GG zur Wahl gehen!

Petra Boulannouar